Geschmackserlebnis Apfelwein
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, über einen guten Apfelwein nicht. Der echte Apfelweinkenner weiß sein Stöffche zu schätzen.
Es muss fruchtig schmecken und darf nur wenig Säure und Gerbstoffe enthalten. Hat das Obstgetränk nicht das typisch fruchtige Apfelaroma, sondern zeichnet sich durch einen Essigstich oder eine Schwefelnote oder einen intensiven Hefeton aus, dann sollte man es lieber stehen lassen. Ein weiteres Qualitätskriterium für einen guten Äppler ist eine helle bis goldgelbe Farbe.
Fazit: Einen guter Apfelwein erkennt man daran, dass er in Aussehen, Geruch und Geschmack eine Harmonie bildet.
Qualität hat viele Seiten
Der Apfelwein bedarf besonderer Behandlung und Pflege, damit er sein optimales Bouquet entfalten kann. Um die wertvollen Inhaltsstoffe der Früchte zu erhalten, müssen die Äpfel schonend gepresst werden.
Auch der anschließende Gärungsprozess hat erheblichen Einfluss auf die Qualität des naturreinen Getränkes. Hier haben die verschiedenen Keltereien ihre speziellen Verfahren – von der langsamen Kaltvergärung bis zur schneller verlaufenden Standardvergärung. Wichtig ist, dass der Apfelwein vollständig durchgegoren ist.
Zwar gibt es bei der Herstellung des Obstweines strenge Qualitätsrichtlinien, aber keine allgemeingültigen Kontrollen. Bleibt dem geübten Schoppe-Trinker also nichts anderes übrig, als sich auf seinen eigenen Gaumen zu verlassen.
Pur oder gespritzt
Der echte Apfelwein-Genießer trinkt sein Stöffche pur. Was anderes kommt ihm gar nicht ins Glas. Es gibt aber auch plausible Erklärungen, den Äppler mit Mineralwasser zu verdünnen: Einmal ist er für viele Menschen dann noch bekömmlicher und ganz entscheidend – man kann mehr davon trinken. Übrigens lautet das optimale Wein-Wasser-Verhältnis für einen „Sauer-Gespritzen“: 2/3 zu 1/3. Keine Angst, er schmeckt durch die Verdünnung nicht wässrig, da er voll vergoren und ohne Zuckerzusatz ist. Und wer’s lieber süß mag, kann sich den Apfelwein auch mit Limonade spritzen lassen. Das nennt man dann „süß gespritzt“. Vor allem für Nicht-Hessen und Einsteiger, deren Gaumen sich erst noch an das hessische Nationalgetränk gewöhnen muss, empfiehlt sich die gespritzte Variante.
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